Infos über unsere Riesenmeerschweinchen (Cuy) 

Cuys sind die großen Verwandten unserer Hausmeerschweinchen. Im Äußeren unterscheiden sich die Rassen kaum, doch bei der Haltung gibt es einiges zu beachten.

Ursprünglich wurden die Schwergewichte in ihrer Heimat Südamerika zur Fleischgewinnung gezüchtet. Die größten Exemplare erreichen ein Gewicht von 4 kg und eine Länge von ca. 50 cm. Dabei werden nur hellhäutige Tiere zur Fleischgewinnung gehalten, dunkelhäutige Vierbeiner werden aus ästhetischen Gründen nicht zum Verzehr geschlachtet, sondern dienen als Opfertiere.


Mittlerweile haben die Cuys auch den Weg nach Deutschland gefunden. Meerschweinchen-Fans importierten die Riesen und begannen mit der Zucht. Dabei ist eine Kreuzung mit ihren "herkömmlichen" Verwandten sowohl aufgrund des zwangsläufig kleineren Wuchses, als auch wegen der Gefahr für das Muttertier unerwünscht, denn neugeborene Cuys sind etwa dreimal so schwer wie gleichaltrige Meerschweinchen.

Haltung:

Meerschweinchen sind äußerst gesellige Tiere und 

haben sich untereinander"sehr viel zu erzählen".

Somit sollte man sie immer mindestens zu zweit

halten.Wenn man keinen Nachwuchs möchte sollte man sie  

zwischen Junge und Mädchen trennen.Das klappt auch sehr gut

mit zwei Böckchen,die zusammen aufwachsen oder man

setzt einem älteren Bock einen Jungbock dazu. 

Diese Tiere dürfen jedoch nicht zu den Damen,da

es sonst zu Rivalitäten kommt.

Der Käfig sollte so groß wie möglich gewählt werden.

Im Sommer ist es am schönsten wenn man sie

in einem Freilandgehege laufen lassen kann.

Es sollten aber auch da immer Häuschen zum Rückzug

vorhanden sein.Die Tier vertragen keine Zugluft und auch

die pralle Sonne ist für sie lebensgefährlich.

 

Ernährung:

Meerschweinchen benötigen,um gesund zu bleiben,

Heu,-Grünfutter,-Trockenfutter und Wasser. diese

vier Bausteine sind lebenswichtig.

Sie können,genau wie der Mensch,kein Vitanin C

bilden.Daher muß unbedingt auf ein vielfältiges

Obst und Gemüseangebot geachtet werden.

Im Winter kann man dann zusätzlich

Ascorbinsäure in das Wasser oder über das

Trockenfutter geben.

An Obst und Gemüse gibt es eine reichhaltige

Auswahl,z.B. Möhren,Gurken,Äpfel usw.

Was sie sehr lieben ist alles das was im Sommer

auf der Wiese wächst wie Gras und Löwenzahn.

Wasser muß ständig zur Verfügung stehen,damit

die Tiere sich nach Bedarf bedienen können.

 

Böckchenhaltung   Boygroup?-Na klar!

 

 

Böcke brauchen nicht alleine zu sein......

Hier sollen ein paar Vorurteile über männliche Meerschweinchen aus dem Weg geräumt werden:

Es wird gelegentlich behauptet, dass sie mehr stinken als Weibchen oder sie spritzen mit Urin, sie beißen sich sogar und können nicht gemeinsam mit anderen Böcken gehalten werden oder sie werden nicht so zahm wie Weibchen. Falls sich dann doch jemand entschieden hat ein Böckchen zu nehmen, so führt er oft ein einsames Leben in Einzelhaft.
Es ist zwar richtig, dass Meerschweinchen Urin spritzen, allerdings passiert dies ausgesprochen selten, wenn sie gleichgeschlechtlich zusammenleben. Das Männchen versucht um das Weibchen zu werben und bespritzt es mit Urin. Ist sie nicht brünstig, wehrt sie das Männchen ab und spritzt ebenfalls mit Urin.

Ein häufiger Streitpunkt ist, dass Männchen viel intensiver riechen würden. Bei normaler Zimmerhaltung von zwei Tieren, dabei ist egal ob Männchen oder Weibchen, ist kein Unterschied festzustellen. Nur wenn ein Paar zusammenlebt und das Männchen zu werben beginnt, treten strengere Markierungsdüfte auf. Auch das ist also kein Grund, ein weibliches Meerschweinchen beim Kauf vorzuziehen.

Meerschweinchen beißen nur in Notsituationen, in denen sie starke Schmerzen oder Panik verspüren, so zum Beispiel bei falschem Hochheben oder Tragen. Dann beißt ein Weibchen aber genauso zu wie ein Männchen. Selbst in Situationen, in denen Kaninchen sich schon längst mit Beißen wehren, sitzt das Meerschweinchen eher ängstlich oder verschüchtert auf dem Arm.

Männchen sind meistens noch zahmer und anhänglicher als Weibchen. Meistens sind sie noch munterer und verspielter als die Weibchen. Es ist zu beobachten, dass sie viel neugieriger und lebhafter sind und sich viel eher wagen, neue Regionen zu erkunden.

Meerschweinchen sollten grundsätzlich mindestens zu zweit gehalten werden. Der Mensch ist niemals in der Lage, den Artgenossen zu ersetzen. Auch wenn das Tierchen oft Auslauf erhält und viel mit ihm gespielt wird, sitzt es doch die meiste Zeit allein im Käfig. Und auch das Futter für ein zweites Meerschweinchen ist kein so großer Kostenfaktor, als dass man ihn nicht für ein „glückliches“ Meerschweinchenleben investieren könnte. Dass Meerschweinchen sich weniger an Menschen binden, wenn sie zu zweit gehalten werden, stimmt nicht. Ganz im Gegenteil: Ein einzeln gehaltenes Tier ist viel scheuer und gewöhnt sich langsamer an die Hand des Besitzers. Die Tiere sind auch viel munterer, wenn sie nicht alleine leben. Das Eine ermutigt das Andere mit ihm durch ihr Revier zu laufen und es zu erkunden.


Wenn man zwei Männchen zusammen halten will, sind einige Punkte zu beachten: Zwei erwachsene Böcke lassen sich in den meisten Fällen nicht mehr aneinander gewöhnen. Zwar bestätigen Ausnahmen die Regel, doch auf solche Tests sollte sich der Tierliebhaber nicht einlassen. Viel einfacher ist der Kauf
von zwei Jungtieren im Alter von fünf bis acht Wochen. In diesem Alter zusammengesetzte Männchen vertragen sich meistens ihr Leben lang, vorausgesetzt sie haben nie Kontakt zu weiblichen Artgenossen. Denn sobald ein Weibchen in die Nähe kommt, wird um sie geworben und die zwei, bis dahin besten Freunde, beginnen sich um das Weibchen zu prügeln. Es sollte also vermieden werden, mit seinen Tieren zum Nachbarn zu gehen, damit sie zusammen auf der Wiese spielen können. Dann wäre der Streit vorprogrammiert. Falls mal ein Tierarztbesuch ansteht, immer mit Beiden zusammen loszugehen, damit sie sich nicht aus den Augen verlieren. Würde der Eine allein zurück vom Tierarztbesuch kommen, riecht er anders und dies kann manchmal schon ein Streit heraufbeschwören.

Stirbt nun im Alter einer von Beiden, so muss der überlebende Partner nicht für den Rest seines Lebens allein bleiben. Man kann ihm wieder einen neuen Partner hinzusetzen. Allerdings muss das neue Tier im zarten Alter von fünf bis acht Wochen sein, da ein älteres Tier nicht geduldet wird. Ein junges Böckchen passt sich ohne Probleme dem ranghöheren älteren Meerschweinchen an. Gelegentlich kommt es in den ersten Tagen zu einigen „Meinungsverschiedenheiten“, weil der Ältere von beiden versucht, den Jüngeren zu besteigen. Er wird jedoch schnell begreifen, dass der neue Mitbewohner kein deckungsbereites Weibchen ist und so verlieren sich die Rangeleien von selbst.


        Wie Meerschweinchen-Böcke friedlich zusammenleben

Leider hält sich immer noch hartnäckig das Gerücht, männliche Meerschweinchen hätten ständig Zoff und würden stinken. Richtig gehalten vertragen sich Böcke aber durchaus sehr gut. In freier Natur leben Meerschweinchen in geselligen kleinen Gruppen mit einem Männchen, mehreren Weibchen und deren Jungtieren. Nur in der Brunstzeit tragen die männlichen Erwachsenen Rangkämpfe aus. Wo kein Weib, da kein Streit. Sind keine Weibchen in der Nähe, steht einer Männerkameradschaft nichts mehr im Wege. Zwei junge Böcke vertragen sich, abgesehen von normalen, spielerischen Rangeleien, immer gut, gleich ob sie aus demselben oder verschiedenen Würfen stammen. Wichtig ist nur, dass sie noch vor der Geschlechtsreife, also mit etwa 6 Wochen, zusammengesetzt werden. Ältere Böcke zeigen ein ausgeprägtes Revierverhalten. Das trifft auch auf Böcke zu, die bereits Deckerfahrung haben, selbst wenn sie danach kastriert wurden. Haben zwei Jungtiere erst einmal Freundschaft geschlossen, darf keiner der beiden Herren einen Damenbesuch machen oder längere Zeit vom anderen getrennt werden (auch wenn ein Tierarztbesuch ansteht, immer beide mitnehmen!). Sie würden sich danach mit aller Wahrscheinlichkeit bekämpfen. Ein junges Böckchen kann auch problemlos zu einem älteren dazugesetzt werden. Die Rangordnung ist schnell geklärt, immer ist der ältere Bock der Boss. Streiten sich zwei junge Männchen wider Erwarten einmal, kann ein friedlicher erwachsener Bock die Führung übernehmen und für Ordnung sorgen. Wenn man bedenkt, dass zwei männliche Meerschweine garantiert keinen Nachwuchs bescheren und zwei ältere Weibchen sich durchaus auch nicht immer liebevoll behandeln, spricht doch sehr viel für eine Männerwirtschaft.
Die optimale Anzahl für eine harmonische Männerwirtschaft sind 2 Tiere! (lt. Prof. Norbert Sachser, Universität Münster, der seit 20 Jahren das Sozialleben der Meerschweinchen
studiert.)
     

  

Meerschweinchen sind sehr soziale Tiere, das heißt, sie brauchen bei artgerechter Haltung unbedingt mindestens einen Partner. So ein Team kann durchaus aus zwei Böckchen bestehen. Damit die Harmonie jedoch auf Dauer gewährleistet ist, gibt es einiges zu beachten... 

 

Meerschweinchen-Böcke wirken im Vergleich zu weiblichen Tieren oft aufgeweckter und neugieriger. Wegen ihres größeren Mutes werden Böckchen meist auch schneller zahm als Weibchen. Durch ihr Imponier- und Werbegehabe zeigen sie ein sehr vielfältiges Verhaltensspektrum, dessen Beobachtung nie langweilig wird: Sie veranstalten kleine Schaukämpfe und bestreiten "Wettrennen". Auch sind sie redseliger, nur selten geht ihnen der "Gesprächsstoff" aus. Außerdem gelten Männchen in der Regel als weniger zickig.

 

Grundsätzlich bringt es für ein harmonisches Zusammenleben von Böckchen wenig, sie kastrieren zu lassen, denn das Sozialverhalten der Meerschweinchen hängt nicht unbedingt mit deren Hormonhaushalt zusammen.

Können sich also zwei unkastrierte Böckchen nicht leiden, so wird auch eine Kastration keine Abhilfe schaffen.

Vielmehr sind - wie bei uns Menschen auch - der Charakter jedes einzelnen Tieres und natürlich die Haltungsbedingungen ausschlaggebend für ein freundliches und friedliches Miteinander. 

Viel Raum ist das A und O 

Besonders wichtig: Um Streitigkeiten aus dem Weg gehen zu können, brauchen Meerschweinchen-Böcke zunächst einmal viel Platz. Je größer also der Meerschweinchen-Käfig ist, desto besser. So kann sich jeder in seinen "Bereich" zurückziehen, wenn es einmal Ärger geben sollte. Vor allem kann sich das "schwächere" Böckchen in Sicherheit bringen, sollte sein Genosse einmal "schlechte Laune" haben! Sind genug Rückzugsmöglichkeiten vorhanden, entstehen daher kaum ernsthafte Auseinandersetzungen. 

Haus und Napf für jeden extra 

Da oft auch an ein Häuschen Revieransprüche gestellt werden, solltet Ihr stattdessen lieber größere, dunklere Etagen einbauen, in die sich die Tiere zurückziehen und verstecken können. Stattet den Käfig außerdem mit einer zweiten Heuraufe, zwei Nippeltränken und mehreren Futterstellen aus, damit nicht um einen einzigen Napf etc. gekämpft werden muss. Verzichtet außerdem unbedingt auf die Haltung von weiblichen Tieren im selben Raum, sowie auf den Zuchteinsatz der Männchen. Denn nicht selten werden erst durch den verführerischen Duft der Weibchen heftige Rangkämpfe unter den Böcken entfacht. 

Wurfgeschwister machen`s leichter 

Möchtet Ihr eine Böckchen WG neu aufbauen, ist es ratsam, zwei männliche Jungtiere aus dem selben Wurf zu nehmen. Zwar kann es mit Eintritt der Geschlechtsreife trotzdem zu Rangkämpfen unter ihnen kommen, doch meistens legen sich solche Streitereien von selbst wieder. Eine andere Möglichkeit ist, einen alten Bock mit einem, der nicht älter als acht Wochen sein darf, zu vergesellschaften. Das Jungtier wird sich dem Älteren automatisch unterordnen. Zwei ältere Böcke zusammenzubringen ist dagegen schwierig und erfordert viel Fingerspitzengefühl und Geduld. Sozialisierung und gegenseitige Sympathie der Tiere spielen hier eine große Rolle. Meerli-Anfängern sei unbedingt davon abzuraten. Obwohl die genannten Konstellationen unter den richtigen Haltungsbedingungen in der Regel sehr friedlich zusammenleben, gibt es immer wieder dominante Tiere, die sich nicht unterordnen wollen. In so einem Fall wäre es doch sinnvoller, den entsprechenden Bock nach Kastration mit einem Weibchen zusammen zu halten.

 

  Frühkastration  

 

 Frühkastration" - Was ist das eigentlich?
Viele Leute die mit Meerschweinchen zu tun haben (Züchter, Tierheimpersonal, Vermittlungsstationen, usw.) wissen um die Problematik der vielen Böcke. Es werden mindestens genauso viel Böcke wie Weibchen geboren. Doch die Böcke sind oft die "Sitzenbleiber". Ich könnte jetzt die ganzen Vorurteile aufzählen die es gegen Böckchenhaltung gibt, aber die stehen schon fast auf jeder Homepage. Ich möchte hier eine neue Möglichkeit der Vergesellschaftung von Böcken ansprechen. Viele wissen das man Böcke kastrieren lassen kann. Dann kann man 1 Kastraten zu vielen Weibchen dazu setzen ohne das es Nachwuchs gibt. Das Verhalten "normaler" Kastraten ändert sich aber durch die Kastration nicht. Sie sehen andere Böcke weiterhin als Konkurrenz. Anders sind die "Frühkastraten". Frühkastraten werden in einem Alter von ca. 3- 4 Wochen oder einem Mindestgewicht von 250 Gramm kastriert. Zu dieser Zeit sind die Tiere noch nicht geschlechtsreif. (Zumindest die meisten!) Wenn sie dann in dieser Zeit kastriert werden, werden sie erst gar nicht geschlechtsreif, entwickeln den Bockgeruch nicht und verhalten sich auch nicht männlich. 

 

Was heißt das für die Vergesellschaftung?

Das heißt daß man zusätzlich zu einem "normalen" Kastraten in Weibchengesellschaft noch Frühkastraten dazuDas heißt das man zusätzlich zu einem „normalen“ Kastraten in Weibchengesellschaft noch Frühkastraten dazu tun kann. Einen normalen Kastraten würde der Haremschef sofort angreifen einen Frühkastraten aber nicht. Der Frühkastrat hat 1. keinerlei Interesse an der Weibchen weil er nie geschlechtsreif wurde, 2. riecht er für den Kastraten entweder als Mädchen oder als Baby,aber nicht als Bock ! Frühkastraten brommseln nicht (wenn doch, dann nur sehr wenig je nachdem wann sie kastriert wurden) und besteigen auch die Weibchen nicht. Das sind alles die Gründe warum Frühkastraten vom normalen Kastrat auch in Gesellschaft von Weibchen akzeptiert und geduldet werden..!!

 

Einen Kastraten sollte man aber trotzdem immer in der Gruppe haben. Die Frühkastraten können nämlich keine Weibchen leiten. Manchmal sind die Frühkastraten in der Rangordnung auch ziemlich weit unten. Aber das ist ja egal , einer muß sowieso immer den untersten Rang haben. Es stimmt auch nicht das Frühkastraten nicht mehr wachsen. Das ist Blödsinn…

Es kann sogar gut sein das ein Frühkastrat der größte und schwerste in der Gruppe wird.

 

                                 

 

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